Ist euer Fahrrad frühlingsfit?

Bevor ihr losradeln könnt, solltet ihr eure Räder erstmal checken: Funktioniert alles noch? Und ist die Ausrüstung vollständig? Wir sagen euch, wie ihr eure Fahrräder fit für die nächste Tour macht.


Pflegetipps für das Fahrrad

Wenn ihr zum Frühlingsbeginn euer Fahrrad putzt, habt ihr nicht nur ein schöneres Fahrgefühl, sondern auch eine Rundum-Pflege. Die ist Anfang des Jahres generell sinnvoll. Denn beim Putzen und Pflegen beugt ihr nicht nur vielen Schäden vor, ihr werdet auch schneller auf eventuelle Risse oder andere Problemstellen aufmerksam.
Rost kann dazu führen, dass Seilzüge in den Hüllen feststecken oder dass sie so schwer beweglich werden, dass die Schaltung blockiert. Wird das Kettenöl verschmutzt, nutzt sich die Kette viel schneller ab als im Normalfall. Und Streusalz aus den Wintermonaten greift besonders das Aluminium an.

Am besten entfernt ihr groben Schmutz mit einer Bürste, einem Pinsel oder einer alten Zahnbürste und spritzt das Fahrrad dann mit Wasser aus dem Gartenschlauch ab. Benutzt aber auf keinen Fall einen Hochdruckreiniger. Der starke Wasserdruck schadet dem Rahmen und kann fragile Teile wie Kabel oder Radventile kaputt machen.
Zusätzlich zur Reinigung mit Wasser könnt ihr auch einen Fahrradreiniger auf Tensid-Basis benutzen und euer Fahrrad damit einsprühen. Wichtig ist, das Rad anschließend gründlich abzutrocknen, um neuen Rost zu vermeiden. Dann könnt ihr die Kette mit einem schmierkräftigen Öl behandeln und andere bewegliche Teile wie die Lager mit einem wasserabweisenden Fett schmieren.


Check-Liste, bevor es losgeht:

  • Ist euer Fahrrad technisch komplett ausgestattet oder fehlt etwas? Ein verkehrssicheres Rad hat neben dem Rücklicht auch einen Rückstrahler und Großflächenrückstrahler direkt am Rücklicht. Außerdem benötigt es reflektierende Rückstrahler an den Pedalen, zwei unabhängig voneinander funktionierende Handbremsen, eine Klingel, weiße Rückstrahler und Scheinwerfer vorne am Rad, einen Dynamo (6 Watt / 3 Volt) und pro Reifen zwei Speichenrückstrahler, die viele von euch wahrscheinlich eher als Katzenaugen kennen.
  • Steht die technische Ausrüstung, solltet ihr unbedingt überprüfen, ob alles funktioniert. Dazu gehört auch, die Luft in den Reifen zu kontrollieren. Wenn ihr mit Daumen und Zeigefinger den Reifen drückt, merkt ihr, ob er prall ist oder mehr Luft gebrauchen könnte. Wartet nach dem Aufpumpen noch einige Minuten. Sollte nach kurzer Zeit Luft entweichen, hat der Reifen wahrscheinlich ein Loch.
  • Funktioniert das Licht? Auch im Hellen könnt ihr den Dynamo einschalten und testen. Hebt dazu das Hinterrad an und bewegt den Reifen mit der Hand. Die Rück- und Vorderlampe müssten leuchten.
  • Funktioniert die Klingel oder ist sie vielleicht verrostet? Probiert sie unbedingt vor dem Fahren aus. Neue Fahrradklingeln gibt es für unter 10 Euro im Fahrradladen
  • Ist eure Fahrradwerkzeugtasche vollständig? Vor allem vor längeren Ausflügen ist es wichtig, ein Schlauchreparaturset, die passenden Speichenschlüssel und Pflaster dabei zu haben. Werkzeugtaschen gibt es zum Frühlingsbeginn teilweise auch in Supermärkten.
  • Habt ihr ein sicheres Fahrradschloss? Als am sichersten gelten Panzerkabelschlösser und Kettenschlösser. Sogenannte Spiralkabel können von Dieben leichter geknackt werden und auch Schlösser mit Zahlencode gelten als weniger sicher.
  • Fahrradhelme sehen vielleicht nicht schick aus und können so manche Frisur ruinieren, aber sie schützen euch, wenn es darauf ankommt. Es gibt zwar in Deutschland keine Fahrradhelmpflicht, Sinn macht der Helm trotzdem, vor allem für Kinder.

Alles gecheckt? Dann kann es fast losgehen. Werft aber vorher unbedingt noch einen Blick auf die geltenden Fahrradregeln. Denn als Fahrradfahrer seid ihr ein normaler Verkehrsteilnehmer und bei einem Verstoß gegen die Verkehrsordnung müsst ihr ein Bußgeld abdrücken.