Infos zu Olympische Spielen!

Alle vier Jahre ist es wieder soweit - die Olympischen Sommerspiele finden statt. Seit 1894 werden die Sportwettkämpfe in verschiedenen Städten der Welt ausgetragen. Wie die Tradition der Spiele entstanden ist, welche Sportarten zugelassen sind und was es bisher für besondere Ereignisse bei den Spielen gab, erfahrt ihr hier.


Prämien für Goldmedaillen
Was die Sportler außer einer Goldmedaille für den ersten Platz bekommen, ist von Land zu Land unterschiedlich. In Weißrussland erhalten die Sieger neben einer Geldprämie lebenslang Gratis-Würstchen. In der Monoglei und Südkorea werden die Goldgewinner vom Wehrdienst befreit und die australischen Olympiasieger werden auf einer Briefmarke verewigt. Hier seht ihr. welche Geldpreise die Länder zudem bezahlen:

  • Armenien: 700.000 Euro
  • Aserbaidschan: 640.000 Euro
  • Singapur: 575.000 Euro
  • Taiwan: 328.000 Euro
  • Malaysia: 314.000 Euro
  • Italien: 140.000 Euro
  • Weißrussland: 123.000 Euro
  • Japan: 105.000 Euro
  • Russland: 100.000 Euro
  • China: 41.000 Euro
  • Australien: 41.000 Euro
  • USA: 20.500 Euro
  • Deutschland: 15.000 Euro
  • Südkorea: 240 Euro

Olympiade oder Olympische Spiele?
Diese beiden Begriffe werden oft verwechselt oder synonym verwendet. Das Wort Olympiade bezeichnet aber den Zeitraum von 4 Jahren zwischen den Olympischen Spielen.


Geschichte der Olympischen Spiele
Die Olympischen Spiele werden vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) organisiert, seit sie 1894 erstmals wieder nach der Antike ausgetragen wurden.
Im antiken Griechenland waren die Spiele noch keine Sport-
veranstaltung, sondern ein religiöses Fest zu Ehren der Götterwelt. Trotzdem wurden damals schon Wettkämpfe in 18 Sportarten ausgetragen.
Benannt sind die Spiele nach ihrem alten Austragungsort "Olympia" im Nordwesten der griechischen Halbinsel Peloponnes.
Heute sind die Olympischen Spiele zu einer weltweiten Großveranstaltung geworden. Probleme mit Doping, Boykotten (besonders während des kalten Krieges) oder der Politik des jeweiligen Gastgeberlandes (wie z. B. 2008 in China) gehören auch zur Geschichte der Olympischen Spiele. Trotzdem sind die Spiele für das Gastgeberland eine gute Gelegenheit, um sich der Welt zu präsentieren und für sich zu werben.


Olympisches Feuer / Fackellauf
Die Olympischen Spiele werden immer mit dem Olympischen Feuer eröffnet. Diese Tradition geht auch auf die Antike zurück, wo ein Feuer zu Ehren der Göttin Hestia entzündet wurde. Seit den Spielen 1936 in Deutschland gehört auch der Fackellauf mit zur Eröffnungszeremonie. Der Fackellauf startete immer in Olympia und danach reiste die Fackel meist über mehrere Kontinente hinweg bis zum Zielort.
Nach heftigen Protesten während des Fackellaufs 2008 in Richtung Peking und dem teilweise gewalttätigen Auftreten der chinesichen Fackelwächter beschloss das IOC, den Fackellauf nur noch im jeweiligen Gastgeberland stattfinden zu lassen. Die Regelung sollte eigentlich erst ab den Olympischen Sommerspielen 2016 verbindlich gelten, aber die Veranstalter der Spiele 2012 verzichten ebenfalls auf einen weltumspannenden Fackellauf.


Historische Ereignisse

  • 1960 Rom: Der erste (und bisher einzige) durch Doping verursachte Todesfall bei Olympischen Spielen ereignete sich bei den Sommerspielen in Rom. Ein mit Amphetaminen gedopter dänischer Radsportler fiel von seinem Fahrrad und starb später. Strengere Doping-Kontrollen gab es erst ab Ende der 1990er Jahre.
  • 1972 München: Die palästinensische Terrororganisation "Schwarzer September" nahm elf Mitglieder der israelischen Mannschaft gefangen. Bei einer missglückten Befreiungsaktion gab es 17 Todesopfer.
  • 1980 Moskau: Die Spiele fielen in die Zeit des Kalten Krieges. Deshalb nahmen in Moskau insgesamt 64 Staaten aus der islamischen und westlichen Welt (z. B. die USA und die Bundesrepublik) nicht teil.
  • 1996 Atlanta: Während der Olympischen Sommerspiele explodierte eine Bombe, die ein Anhänger einer rassistischen Organisation gelegt hatte. Dabei wurden 2 Menschen getötet und 111 Menschen verletzt.
  • 2008 Peking: Im Vorfeld der Sommerspiele kam es zu heftigen Protesten gegen die Volksrepublik China, da der Fackellauf auch durch das von Unruhen erschütterte Tibet gehen sollte. Vor allem in Europa und den USA musste der öffentliche Fackellauf mehrfach abgesagt werden, da es zu Zwischenfällen kam.

Welche Olympischen Spiele gibt es?
Drei Wochen nach den Sommerspielen werden die Paralympischen Spiele "Paralympics" für Sportler mit Behinderung am gleichen Austragungsort ausgerichtet.
Außerdem gibt es noch die Olympischen Winterspiele, die seit 1994 immer zwei Jahre versetzt zu den Sommerspielen stattfinden.
Seit 2010 gibt es zusätzlich die Olympischen Jugendspiele, bei denen Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren mitmachen können und die ebenfalls als Sommer- und Winterspiele organisiert werden.


Interessante Fakten zu den Olympischen Spielen

  • Die Gastgeberstadt der Olympischen Spiele wird sieben Jahre vor der Austragung bestimmt. Es darf sich nur eine Stadt pro Staat bewerben
  • Olympische Spiele werden von den Gastgeberstädten und deren Regierung finanziert
  • 1896 haben rund 250 Athleten aus 14 Ländern an den Spielen teilgenommen. Bei den Sommerspielen 2008 waren es über 11.000 Athleten aus über 204 Ländern
  • Erst seit 1904 gibt es die drei Medaillen Gold, Silber und Bronze. Zuvor erhielt der Erstplatzierte Silber und für den Zweiten gab es Bronze
  • Die Olympischen Spiele fanden schon dreimal in Deutschland statt: 1916 und 1936 in Berlin (damals noch Deutsches Reich) und 1972 in München
  • Im "ewigen Medaillenspiegel" der Olympischen Sommerspiele steht Deutschland auf einem beachtlichen dritten Platz, nach den USA auf Platz 1 und Russland auf Platz 2. Allerdings werden hier alle Medaillen des ehemaligen Deutschen Reiches, der DDR und ehemals Westdeutschland zusammengerechnet
  • Die meisten Goldmedaillen, die Deutschland je bei Olympia gewann, waren 33 (1936 im eigenen Land und 1992 in Barcelona). Die einzigen Spiele, bei denen kein deutscher Sportler eine Goldmedaille gewann, fanden 1952 in Helsinki statt
  • Erst in den 1990er Jahren wurde der "Amateurstatus" aufgehoben. Vorher durften Profisportler nicht teilnehmen. Lediglich beim Boxen sind immer noch keine Profis zugelassen