Lauter Urlaubsfotos gemacht - und nun?

Ihr seid gerade frisch aus dem Urlaub gekommen, habt gefühlt tausende Fotos geschossen und wisst nun nicht, was ihr damit anfangen sollt? Dann zeigen wir euch hier, wo und wie ihr sie am besten speichert, bearbeitet und mit Freunden teilt.


Wo die Fotos aufbewahren?
In Zeiten der digitalen Welt gibt es sehr viele Möglichkeiten, eure Bilder sicher und in rauen Mengen zu speichern. Ob in einer Cloud oder auf einer (externen) Festplatte, eure Bilder können dort für lange Zeit gespeichert bleiben. Doch was sind die Vorteile einer Cloud und welche die einer Festplatte? Und vor allen Dingen, sind eure Fotos und Daten da auch wirklich sicher?

In der Cloud:
Auf Deutsch heißt es "Wolke", was nicht ganz zutreffen ist. Denn dieser Speicherplatz befindet sich zwar nicht auf eurem eigenen Computer, aber nicht im Himmel, sondern auf dem Server (also auch einem Rechner) eines externen Dienstleisters. Aber auf diese Cloud könnt ihr von überall und auch von unterwegs zugreifen. Dafür braucht ihr allerdings eine Internetverbindung.

Welche Anbieter gibt es?
Es gibt viele Anbieter für Clouds. Zu den wohl bekanntesten gehören Dropbox, OneDrive, iCloud und Google Drive. Jede Cloud verfügt über unterschiedliche Speicherkapazitäten, die ihr auch erweitern könnt, aber oftmals nur gegen einen Aufpreis. Hier könnt ihr auch gleich Fotoalben anlegen oder die Fotos mit euren Freunden teilen.

Wie sicher sind meine Fotos dort?
An sich sind die Fotos sicher, wenn ihr es aus dem Standpunkt betrachtet, dass es so gut wie keinen Datenverlust gibt, es sei denn der Server des Anbieters brennt ab. Doch da die meisten Server der Anbieter in den USA sitzen und dort kein deutsches Datenschutzrecht gilt, lohnt es sich, die AGB anzusehen. Bei Dropbox und der Apple Cloud gebt ihr z. B. alle eure Urheberrechte ab. Es wird zwar oft sogar versichert, dass alle Daten verschlüsselt gespeichert werden und auch der Anbieter kein Zugriff auf diese hat, dennoch müsst ihr schon ziemliches Vertrauen haben, nach allem was mit der NSA war... Und erinnert euch an die Prominacktfotos, die aus der Cloud gestohlen und veröffentlicht wurden.

Vorteile

  • Ihr könnt immer und überall auf eure Daten zugreifen, vorausgesetzt es besteht eine Internetverbindung
  • Große Speicherkapazität
  • Schutz vor Datenverlust

Festplatte:
Fast jeder Computer hat eine Festplatte, auf der ihr eure Daten speichern könnt. Aber der Platz ist meist nicht groß genug. Mittlerweile gibt es auch schon externe zu kaufen, die ihr überall mit hinnehmen und anschließen könnt. Die Speicherkapazität könnt ihr euch je nach Bedarf aussuchen.

Wie sicher sind meine Fotos dort?
Auf einer Festplatte sind eure Fotos und Daten sehr sicher, es sei denn ihr gibt sie in fremde Hände. Nur ihr wisst, was sich auf diesem Speichermedium befindet und könnt frei bestimmen, was mit den Fotos oder Daten passiert. Allerdings ist hier der Datenverlust größer, da es oft schwierig ist, die Daten wiederherzustellen, wenn die Festplatte einmal beschädigt oder ganz zerstört wurde.

Vorteile

  • Große Speicherkapazität
  • Gute Datenintegrität (Sicherheit der Fotos)
  • Alleinige Nutzung

Wie die Fotos bearbeiten?
Mittlerweile gibt es so viele Programme und Apps zur Fotobearbeitung, dass wir wohl noch morgen hier sitzen würden, wenn wir euch alle vorstellen würden. Gerade in Zeiten der Handyfotographie kann man die Bilder schon währende des Knipsens anpassen und einen Filter in Echtzeit drüber legen. Hier haben wir mal eine kleine Auswahl an Apps und Computerprogrammen.

Apps für das Smartphone

Die App Retrica für iOS und Android verleiht Fotos einen außergewöhnlichen Retrolook in Echtzeit und gibt euren Bildern so das gewisse Etwas.

Mit InShot für iOS und Android könnt ihr eure Bilder und Videos im Nachhinein super bearbeiten. Hier könnt ihr die Bilder einer bestimmten Größe anpassen, Filter drüber legen oder einfach nur etwas an der Helligkeit ändern.

Mit der App PicsArt für iOS und Android könnt ihr viele coole Collagen machen, die Bilder bearbeiten oder Filter darüberlegen, damit sie einen coolen Touch bekommen. Probiert es einfach mal aus und lasst eurer Kreativität freien Lauf.

Computerprogramme

Für alle Desktop-Nutzer gibt es noch super Alternativen zum teuren Photoshop. Das Programm Photoscape ist perfekt für Hobbyfotographen und ist kostenlos. Euch werden viele nützliche Funktionen an die Hand gegeben, wie zum Beispiel das Entfernen von roten Augen, Weichzeichner, Stempelfunktion und vieles mehr. Dabei ist es noch super übersichtlich und verständlich.

Die wohl beste und günstigste Lösung ist GIMP. Ihr könnt eure Bilder gut retuschieren, Ebenen hinzufügen, Farbkorrekturen vornehmen oder die Bilder zurechtschneiden. Testet es doch mal.


Fotos im Fotoalbum?
Ihr wollt nach eurem Urlaub lieber etwas in der Hand halten oder sogar verschenken? Dann ist ein Fotobuch bzw. Fotoalbum genau das Richtige für euch. Gerade heutzutage müsst ihr nicht mehr in teure Fotostudios gehen, sondern könnt euch schnell und unkompliziert Abzüge bei eurem nächstgelegenem Drogeriemarkt holen.

Die „digitale“-Version eines Fotoalbums ist das Fotobuch. Hierfür müsst ihr euch nur eine Software des gewählten Anbieters runterladen und schon könnt ihr eure Bilder am Computer so anordnen wie ihr möchtet. Dabei könnt ihr auch Sticker oder Texte einfügen. Das Ganze wird dann als Buch gedruckt und zu euch nach Hause geschickt. Probiert doch zum Beispiel mal Pixum oder Cewe-Fotobuch. Bei beiden Anbietern ist die Bearbeitungs- und Bestellsoftware kostenlos, wie bei den meisten anderen auch. Also klickt euch einfach mal durch. Fotobücher sind nämlich generell ein super Geschenktipp ;)


Fototypen
Jeder kennt sie und zu einer Sorte von Fototypen gehört auch ihr. Wir stellen euch hier einmal ein paar vor.

Der “Viel-Knipser“
Der Viel-Knipser zeichnet sich dadurch aus, dass er wirklich jeden Winkel von allem festhalten möchte. So reichen nicht 2 Bilder vom Meer, sondern er braucht Meer mit Muscheln, Meer mit Jetskis, Meer mit Touriboot, Meer mit ein paar Menschen, Meer mit vielen Menschen. Und natürlich wird auch kein unscharfes Bild aussortiert... man weiß ja nie. Und die Massen von Bildern verschwinden dann auf irgendeiner Festplatte im Schrank und werden nie mehr angesehen. Na? Wiedererkannt?

Der "Selfie-Typ"
Keine Sehenswürdigkeit wird von dem Selfie-Typen ausgelassen. Jeder soll sehen, wo er oder sie war. Oftmals dauert dies auch seine Zeit, denn das perfekte Selfie muss dann natürlich auch Instagram- und Facebooktauglich sein. Oft wird dies dann auch in Collagen festgehalten oder nochmal extra cool bearbeitet. Seid ihr auch ein Selfie-Typ?

Der "Minimalist"
"Und du warst wirklich 2 Wochen weg?" So oder so ähnlich bekommt es der Minimalist oft nach seinen Urlaub zu hören. Seine Bilderausbeute beschränkt sich nämlich auf 15-20 Bilder. Da der Minimalist eh nicht so auf Technik und viel Schnickschnack steht, hat er auch des Öfteren mal die Kamera oder das Handy vergessen. Aber man sagt ja, kein Bild ist so gut wie die Erinnerung selbst ;)

Der "Ich-fotografiere-nur-mein-Essen-Typ"
Was gibt es Schöneres als sich 2 Wochen lang nicht um das Essen kümmern zu müssen? Egal ob Spiegelei und Speck am Morgen, der leckere Gemüseauflauf und die Melone am Mittag oder der völlig überhäufte Teller am Abend, das Essen steht bei diesem Urlaub an erster Stellen und wird auch so dokumentiert.