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10 Mythen zum Thema Sonnenschutz

Immer noch wird der Schaden für die Haut unterschätzt, der durch zu viel UV-Strahlung entsteht, auch weil rund um das Thema Sonnenschutz sooo viele Mythen kursieren. Wir klären hier auf, was davon stimmt und was einfach nur falsch und sogar schädlich ist.

Mythos 1: (Leichte) Bräune ist gesund

Gesunde Bräune gibt es nicht. Denn, dass die Haut überhaupt braun wird, macht sie ja nur, um sich vor der UV-Strahlung zu schützen und weiteren Schaden zu verhindern. Die Sonne schädigt die Haut also nicht erst, wenn ihr einen Sonnenbrand bekommen habt, sondern immer, wenn ihr ungeschützt seid.

Mythos 2: Im Schatten muss man sich nicht eincremen

Auch im Schatten werden bis zu 85 Prozent der Sonnenstrahlung z. B. vom Sand, dem Wasser oder Gebäuden reflektiert. Auch Sonnenschirme, Wolken oder Kleidung halten die UV-Strahlen nicht vollständig ab. Es reicht also nicht, sich auf der Sonnenliege einfach ein T-Shirt überzuziehen.

Mythos 3: Durch Nachcremen verlängert sich der Sonnenschutz

Das ist absolut falsch. Der Lichtschutzfaktor sorgt dafür, das sich die Eigenschutzzeit eurer Haut verlängert. Durch mehrfaches Eincremen, z. B. nach dem Baden, könnt ihr den Schutz nur erneuern, aber nicht verlängern.

Mythos 4: Mit hochem Lichtschutzfaktor bräunt man nicht

Natürlich wird man auch mit hohem Lichtschutzfaktor braun, es geht nur langsamen und ihr bekommt im besten Fall keinen Sonnenbrand. Ihr solltet euch immer, auch im Schatten, mit dem höchstmöglichen Schutz eincremen. Wichtig ist auch die Menge: um den angegebenen Schutzfaktor zu erreichen, sind zwei Milliliter pro Quadratzentimeter nötig. Je dünner ihr die Creme oder das Spray auftragt, desto niedriger ist der Schutz.

Mythos 5: Vorbräunen im Solarium schützt

Vor dem Urlaub ins Solarium zu gehen, ist vollkommen sinnlos. Denn die UVA-Strahlen in Solarien bauen auf der Haut gar keinen natürliche Schutz auf. Noch dazu ist die UVA-Dosis in Solarien bis zu zehnmal höher als in der Sonne und deshalb auch schädlicher.

Mythos 6: Sonnencreme aus dem letzten Jahr kann man nicht mehr benutzen

Auch das ist ein Mythos, denn ungeöffnete Sonnencremes halten sich mindestens 30 Monate, also 2,5 Jahre. Der Lichtschutzfaktor nimmt bei ungeöffneten Sonnenschutzmitteln auch nicht ab.
Ist die Sonnencreme bereits geöffnet, verkürzt sich die Haltbarkeit laut Etikett auf zwölf Monate. Ist dieses Datum erreicht, ist der UV-Schutz aber nicht sofort weg. Wenn ihr die alte Sonnencreme großzügig auftragt, schützt sie euch immer noch besser als eine zu dünne Schicht eurer neuen Sonnencreme.
Erst wenn die Sonnencreme nicht mehr gut riecht, sich verfärbt hat oder flockig wurde, solltet ihr sie auf jeden Fall wegwerfen.

Mythos 7: Sonnencreme kann man auch selber machen

Im Internet gibt es viele Anleitungen, wie ihr Sonnencreme selbst machen könnt. Eine Studie aus den USA hat sich viele Anleitungen genauer angeschaut und herausgefunden, dass 68 % der Sonnencremes nur einen unzureichenden Schutz vor Sonneneinstrahlung bieten.
Ihr solltet lieber mineralische Bio-Sonnencreme verwenden, sie verzichtet auf Chemie und eignet sich daher auch für Schwangere und Kleinkinder.

Mythos 8: Quark hilft bei Sonnenbrand

Leider ist das Gegenteil der Fall: Milchsäurebakterien können Infektionen auslösen. Ihr solltet lieber kühlende Umschläge oder Coolpacks benutzen. Die aber bitte niemals direkt aus dem Eisfach auf die Haut legen, sondern immer in ein Geschirrtuch wickeln, um Erfrierungen zu vermeiden.

Mythos 9: Für eine optimale Vitamin-D-Versorgung muss man viel in der direkten Sonne sein

Es stimmt, dass unser Körper Vitamin D durch Sonnenlicht in der Haut selbst herstellen kann. Es muss aber niemand ein Hautkrebsrisiko in Kauf nehmen, um ausreichend Vitamin D zu bilden. Es reicht schon aus, das Gesicht, die Hände und Arme zwei- bis dreimal pro Woche unbedeckt und ohne Sonnenschutz für wenige Minuten der Sonne auszusetzen. Natürlich nur so kurz, dass ihr keinen Sonnenbrand bekommt.
Vitamin-D-Quellen sind aber auch Seefische wie Hering, Lachs, Thunfisch, Sardinen, Kabeljau und Eigelb oder Leber.

Mythos 10: Die Haut kann man abhärten

Das stimmt nur so halb. Denn je nach Hauttyp kann sich die Haut besser oder schlechter vor Strahlung schützen und das ändert sich auch nicht durch "Gewöhnung". Treffen UV-Strahlen auf die Haut, verdickt sich die obere Hornschicht, es bildet sich die sogenannte Lichtschwiele aus, die die Strahlen weniger leicht eindringen lässt.
In der Oberhaut wird Melanin gebildet, das sich schützend über den Zellkern legt und für die Bräune sorgt. Das passiert aber erst, wenn der Zellkern bereits durch das UV-Licht beschädigt wurde (siehe oben).
Bis unsere Haut ihren Eigenschutz dadurch nennenswert verbessert hat, dauert es mehrere Wochen und das Hautkrebsrisiko besteht weiterhin.