Knusprig, fettig, legendär: Die verrücktesten Pommes-Geschichten
Wusstet ihr, dass eine Möwen-Gang in England gezielt Frittenräuberei begeht und sich Belgier und Franzosen bis heute darüber strieten, wer die Pommes erfunden hat? Wenn nicht, dann könnt ihr hier eintauchen in die faszinierende Welt der Pommes fites.
Historie
- Trotz des Namens „French Fries“ stammen Pommes höchstwahrscheinlich aus Belgien. Die Legende: Im harten Winter 1680 froren in der belgischen Maas-Region die Flüsse zu. Da die Menschen keine kleinen Fische angeln konnten, schnitzten sie kurzerhand Fischchen aus Kartoffeln und frittierten diese. Die Pommes war geboren.
- Amerikanische Soldaten lernten die Fritten im Ersten Weltkrieg in Belgien kennen. Da die offizielle Sprache der belgischen Armee damals Französisch war, nannten die Soldaten sie kurzerhand „French Fries“.
- Französische Historiker glauben allerdings, die Pommes sei 1789 kurz vor der Revolution von Straßenhändlern auf der Pariser Brücke Pont Neuf erfunden worden.
- Der dritte US-Präsident, Thomas Jefferson, brachte das Rezept aus Frankreich mit und ließ 1802 im Weißen Haus offiziell „Kartoffeln im französischen Stil“ servieren.
- Der Begriff „french fried potatoes“ tauchte erstmals 1856 in einem englischen Kochbuch auf.
- Übrigens: Die Kartoffel stammt wohl aus Peru, denn dort fanden Archäologen in etwa 8.000 Jahre alten Gräbern Hinweise darauf. Die Seefahrer brachten sie dann im 15. und 16. Jahrhundert nach Europa.
- Der französische Agronom Antoine Parmentier wollte die Kartoffel im 18. Jahrhundert populär machen. Er ließ Kartoffelfelder von bewaffneten Wachen bewachen, um den Eindruck zu erwecken, es handle sich um ein wertvolles königliches Gut. Die Bauern stahlen die Knollen und der Anbau verbreitete sich rasend schnell.
Pommes-Geschichten zum Weitererzählen
- In Brügge (Belgien) gibt es das weltweit einzige Frietmuseum, das sich ausschließlich der Geschichte und Zubereitung der Pommes widmet.
- McDonald’s Japan brachte 2024 ein Parfüm auf den Markt, das exakt nach frisch frittierten Pommes frites riecht. Für diejenigen, denen der Duft von Fast Food auf der Haut noch nicht reichte, gab es sogar Variationen mit Pflaumen-Schi-Shio-Salz und schwarzer Knoblauch-Pfeffer-Note.
- In der Bucht von San Francisco kippte 1993 ein Frachtschiff mit Tonnen von gefrorenen Pommes frites um. Die Küste wurde tagelang von angespülten Fritten überschwemmt. Anwohner und Möwen lieferten sich regelrechte Kämpfe.
- In der belgischen Stadt Lüttich gab es eine Zeit lang einen Straßenkünstler, der sich als „Pommes-Wahrsager“ ausgab. Kunden warfen eine Handvoll frisch frittierter Pommes auf ein Papierblatt und der Künstler las aus der Anordnung der Stäbchen die Zukunft heraus.
- Der belgische Künstler Wim Delvoye schnitzte aufwendige, filigrane Gotik-Muster und Kathedralen-Formen aus rohen Kartoffeln und frittierte sie anschließend. Die fragilen Meisterwerke landeten in namhaften Kunstgalerien, waren allerdings nicht sehr haldbar.
- In der belgischen Stadt Gent gab es vor einigen Jahren eine Social-Media-Aktion, bei der man Taxifahrten nicht nur mit Geld oder Karte, sondern auch mit frischen, warmen Fritten bezahlen konnte.
- Ein Mann aus Utah kaufte 1999 einen McDonald’s-Hamburger und eine Portion Pommes frites und vergaß sie in seiner Jackentasche. Als er sie Jahre später wiederfand, waren die Fritten nicht geschimmelt oder verfault, sondern lediglich komplett ausgetrocknet und sahen fast genauso aus wie am ersten Tag. Die Geschichte ging als Internet-Phänomen viral.
- Ein Belgier hält den Weltrekord im Dauerfrittieren: Er stand 83 Stunden am Stück an der Fritteuse und verarbeitete 1,5 Tonnen Pommes.
- Allein in Deutschland werden jährlich rund 300.000 Tonnen tiefgekühlte Pommes im Supermarkt gekauft.
- In Brighton wurden Möwen so süchtig nach den Chips der Touristen, dass sie komplexe Jagdstrategien entwickelten. Wissenschaftler fanden heraus, dass die Vögel gezielt Menschen attackierten, die ihre Pommes nicht im Blick hatten. Die Forscher entdeckten aber auch, dass Möwen seltener zuschlagen, wenn man sie starr und direkt anblickt.
- Psychologen fanden heraus, dass Menschen Fritten als deutlich geschmackvoller und frischer wahrnehmen, wenn das Geräusch beim Reinbeißen ein hochfrequentes, trockenes Knacken erzeugt
- Um das ewige Problem von fettigen Computertastaturenzu lösen, entwickelte ein japanischer Zubehörhersteller eine spezielle, silikonüberzogene Mini-Tastatur, die sich wie eine Papiertüte anfühlt und spülmaschinenfest ist.
- Laut Umfragen isst etwa jede dritte Frau in Deutschland ihre Pommes am liebsten mit den Fingern, während die Mehrheit der Männer bevorzugt zur Gabel greift.
- Eine nicht representative Studie zeigte 2026 ein kurioses Phänomen: Pommes, die man vom Teller anderer klaut, sollen subjektiv besser schmecken als die eigenen. Grund dafür sollen vor allem psychologische Faktoren sein, denn der Reiz des Verbotenen sorgt für den Adrenalinkick.</li
- Ein Restaurant in New York verkaufte ein Gericht namens „Creme de la Creme Pommes Frites“ für 200 US-Dollar. Die Zutaten: Dom-Pérignon-Champagner, Trüffelbutter, Bresse-Gänsefett und 23-karätiges Blattgold.
- Einige Mediziner raten, bei Hitze auch mal zu Pommes zu greifen. Denn, wenn wir schwitzen, verlieren wir nicht nur Flüssigkeit, sondern auch viele wichtige Salze.
- Aber auch wenn sie lecker sind: Pommes haben je nach Zubereitung bis zu 320 Kalorien (kcal) pro 100 Gramm.