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Mehr als nur Suppe und Halloween: Die verrückte Welt der Kürbisse

Wusstet ihr, dass man in ausgehöhlten Riesenkürbissen Regatten paddeln kann? Oder dass der Kürbis botanisch gesehen eine gigantische Beere ist? Wir haben tief im Beet gewühlt und die erstaunlichsten Fakten, skurrilsten Rekorde und leckersten Geheimnisse rund um das orange Power-Gewächs für euch ausgegraben.


Ein bisschen Botanik:

  • Botanisch gesehen ist der Kürbis ein Fruchtgemüse und zählt zu den Beerenfrüchten. Wegen seiner harten Schale heißt der Fachbegriff exakt Panzerbeere. 
  • Kürbisse gehören zur Familie der Cucurbitaceae und sind somit eng mit Gurken, Melonen und Zucchini verwandt.
  • Das Wort „Kürbis“ geht auf das lateinische curcubita und das altgriechische pepon („große Gurke“) zurück.
  • Weltweit gibt es schätzungsweise über 800 verschiedene Kürbissorten, wovon etwa 200 essbar sind. Der Rest dient als reine Dekoration. 
  • Während der Hauptwachstumsphase im Sommer kann ein Riesenkürbis unter optimalen Bedingungen bis zu 10 bis 15 Kilogramm pro Tag an Gewicht zulegen
  • Trotz ihrer festen Struktur bestehen Kurbisse zu etwa 90 bis 94 % aus reinem Wasser.
  • Eine einzelne Riesenkürbispflanze saugt an heißen Sommertagen bis zu 2.000 Liter Wasser aus dem Boden.
  • Eine Kürbispflanze bildet getrennte männliche und weibliche Blüten an derselben Pflanze. Die weiblichen Blüten erkennt man leicht daran, dass unter den Blütenblättern bereits ein winziger Mini-Kürbis sitzt.
  • Ob ein Kürbis reif ist, erkennt man durch leichtes Klopfen auf die Schale: Klingt er hohl und ist der Stiel verholzt, ist er bereit für die Ernte. 

Ein bisschen Geschichte

  • Kürbisse wurden bereits vor über 10.000 Jahren in Mittel- und Südamerika, vor allem im heutigen Mexiko und Peru, angebaut. 
  • Die ersten Kürbisse waren extrem bitter und sogar giftig. Menschen nutzten sie ursprünglich nur wegen ihrer nahrhaften Samen und trockneten die Schalen als Gefäße.
  • Mit den Seefahrern um Christoph Kolumbus gelangten die ersten Kürbissamen im 16. Jahrhundert nach Europa.
  • Der beliebte Hokkaido-Kürbis stammt zwar von der japanischen Insel Hokkaido, wurde dort aber im 19. Jahrhundert aus einer eingeführten amerikanischen Kürbissorte gezüchtet.
  • Das Land mit der weltweit größten Kürbisproduktion ist mit großem Abstand China, gefolgt von Indien.

Lustiges zum Weitererzählen

  • Es gibt Kürbis-Toilettenpapier, das nicht nur sanft nach Zimt und Kürbis duftet, sondern auch mit kleinen geschnitzten Kürbis-Gesichtern bedruckt ist.
  • Der schwerste jemals gewogene Kürbis der Welt wog unfassbare 1.246,9 Kilogramm
  • Es gibt eine Pumpkin Regatta. Dabei höhlen Menschen gigantische Kürbisse aus, setzen sich hinein und paddeln damit wie in einem Kanu um die Wette über Seen.
  • Kürbisblüten sind riesig und schließen sich am späten Nachmittag. Hummeln lassen sich beim Nektartrinken so sehr berauschen, dass sie regelmäßig in den Blüten einschlafen.
  • In den USA ist Pumpkin Ale der absolute Herbst-Kult. Brauereien maischen tatsächlich Kürbisfleisch mit ein und würzen mit Nelken und Zimt. Das Resultat schmeckt wie flüssiger, alkoholischer Kürbiskuchen
  • Kürbis-Lippenbalsam ist ein Dauerbrenner im Herbst. Wer stundenlang den Geschmack von Zimt und süßem Kürbis auf den Lippen haben möchte, sollte zugreifen.
  • Wer morgens keine Lust auf Minze hat, kann sich die Zähne mit Zahnpasta mit „Pumpkin Spice“-Geschmack putzen.
  • Ergänzend zur Zahnpasta gibt es auch Kürbis Mundspülungen,
  • In den USA gab es bereits Pumpkin Spice-Fleischwurst (Spam), Pumpkin Spice-Hundeshampoo und sogar Pumpkin Spice-Kätzchenstreu.