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So schützt ihr euch vor Betrügern beim Ticketkauf

Viele von uns kaufen Tickets für Konzerte und Festivals online, das geht schnell und einfach. Leider sind aber auch dort einige Betrüger unterwegs, die euch falsche Karten andrehen. Wir haben hier einige Tipps zusammengetragen, wie ihr euch besser davor schützen könnt.

Kauft nur bei offiziell zugelassenen Verkaufsstellen

Auf den Webseiten der Veranstalter oder großen Ticketverkäufern wie Eventim oder Ticketmaster übernimmt der Verkäufer die Risiken auf dem Transportweg und stellt sicher, dass es die Tickets auch wirklich gibt. Bei unbekannteren oder internationalen Verkaufswebseiten lohnt ein Blick in das Impressum. Dort seht ihr, ob die Firma seriös ist und auch eine Stelle angegeben hat, bei der ihr euch melden könnt, falls etwas nicht klappt.

Eventim hat z. B. eine fanSALE Ticketbörse, dort können Tickets von Privatleuten verkauft werden, die bei Eventim registriert sind. Auch im Bereich Fußball gibt es Fan-Foren, die von den Vereinen betrieben werden. Dort ist die Abwicklung einfach und ihr kauft zu fairen Konditionen.

Facebook ist auch eine beliebte Anlaufstelle, um Karten für ausverkaufte Konzerte zu ergattern. Denkt aber daran, dass hinter vielen Angeboten Fake-Profile stecken können.

Den Ticketpreis vergleichen

Oft versuchen die Betrüger die einfach Masche, dass sie die Tickets sehr viel billiger anbieten als überall sonst. Also immer argwöhnisch werden, wenn das Angebot zu gut erscheint, um wahr zu sein.
Auch wenn es irgendwo im Internet plötzlich wieder Karten gibt, obwohl sie in seriösen Portalen oder beim Veranstalter lange ausverkauft sind, ist Vorsicht geboten.

Personalisierung prüfen

Wenn ein Ticket für Konzerte oder Festivals vom jeweiligen Veranstalter personalisiert wurde, solltet ihr es nicht kaufen. Denn, wenn es beim Einlass zur Personalienkontrolle kommt, wird euch der Eintritt im schlimmsten Fall trotz gültigem Tickets verwehrt. Damit ihr das Ticket überhaupt verwenden könnt, muss das Ticket vom Veranstalter umgeschrieben werden.

Kauft von Privatpersonen keine Print@home- oder Online-Tickets. Diese könnten zu leicht mehrfach verkauft werden.

Verkäufer überprüfen

Ihr solltet vor dem Kauf immer als erstes das Profil der Verkäufer überprüfen, besonders das Alter des Accounts sowie die Bewertungen solltet ihr euch anschauen. Wenn ein Profil lange existiert und neben den Tickets z. B. auch andere Produkte verkauft, könnte das ein guter Hinweis auf Seriosität sein. Eine Garantie gibt es dafür aber leider nicht.
Seriöse Händler bieten oft auch eine telefonische Beratungen an, um offene Fragen direkt zu klären. Auch das ist ein gutes Zeichen.

Bezahlung und Übergabe

Am sichersten ist immer die persönliche Übergabe, dann könnt ihr die Tickets und den Kaufbeleg auf Echtheit überprüfen. Sollte das nicht gehen, wäre es am sinnvollsten als Bezahlung z. B. PayPal mit Käuferschutz zu benutzen. Bitte niemals das Geld mit der PayPal-Funktion „Geld an Freunde & Familie senden“ bezahlen. Bei dieser Funktion entfällt der Käuferschutz.

Um Vertrauen zu wecken, senden Betrüger häufig eine Ausweiskopie, oft eine gestohlene Kopie einer anderen Person. Sendet deshalb niemals selbst eine Kopie eures Ausweises, diese wird dann für weitere Betrugsmaschen genutzt.
Wenn Zahlungen ausschließlich per Vorkasse möglich sind, solltet ihr am besten gar nicht kaufen. Dort ist ein Betrug zu einfach möglich.
Anonyme Zahldienste wie Western Union oder Konten bei ausländischen Banken werden oft von Betrügern bevorzugt. Am besten Hände weg von solchen Zahlmethoden.

Achtung bei Fotos der Tickets auf Verkaufsportalen

Manche Veranstalter suchen gezielt auf Verkaufsportalen nach Fotos mit den Strichcodes ihrer Tickets und sperren dann die Karten wegen unerlaubten Handelns. Dann kann es sein, dass ihr beim Einlass nicht rein kommt.


Hans-Joachim Henschel, Kriminalhauptkommissar beim LKA Niedersachsen und spezialisiert auf Internetkriminalität:

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