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Wetten, dass ihr das alles beim Heizen und Lüften auch falsch macht?

Dreht ihr die Heizung auch auf Stufe 5, damit es schneller warm wird? Oder lasst ihr das Fenster auch im Winter stundenlang gekippt? 
Damit seid ihr nicht allein.

Wir decken die 10 hartnäckigsten Heiz- und Lüftungsmythen auf, die fast jeder täglich falsch macht, und zeigen euch, wie ihr ohne Komfortverlust bares Geld spart!

Erst mal ein paar Temperaturempfehlungen:

RaumEmpfohlene TemperaturThermostat-Stufe
Wohn- &
Arbeitszimmer
20 – 22 °C Stufe 3 bis 3,5
Kinderzimmer 20 – 22 °C Stufe 3 bis 3,5
Badezimmer 22 – 24 °C Stufe 3,5 bis 4
Küche 18 – 20 °C Stufe 2 bis 3
Schlafzimmer 16 – 18 °C Stufe 2
Flur & Diele 15 – 17 °C Stufe 1,5 bis 2
Abstellräume 15 – 16 °C Stufe 1 bis 1,5

Mythos 1: Auf Stufe 5 wird das Zimmer schneller warm

Nein, die Heizung wird auf 5 nicht schneller heiß, sie hört nur einfach später auf zu heizen.

  • Stufe 1 heizt bis zu 12 Grad
  • Stufe 2 bis zu 16 Grad 
  • Stufe 3 bis ca. 20 Grad
  • Stufe 4 bis 24 Grad
  • Stufe 5 etwa bis 28 Grad

Mythos 2: Im Sommer den Regler auf Stufe 1 oder 0 stehen lassen

Bitte nicht, bleibt das Ventil monatelang geschlossen, lagert sich Kalk ab und der Ventilstift setzt sich fest. Deshalb am besten im Sommer mechanische Thermostate auf Stufe 5 aufdrehen, um den Stift zu entlasten.


Mythos 3: Nachts die Heizung komplett auszustellen spart Geld

Nein, kühlen Wände und Möbel komplett aus, braucht es morgens enorm viel Energie, um die Räume wieder aufzuwärmen. Eine sanfte Nachtabsenkung (auf ca. 16–17 °C) ist energetisch deutlich günstiger.


Mythos 4: Nach der heißen Dusche die Tür zum Flur weit öffnen, damit der Dampf abzieht.

Damit verteilt man die extreme Feuchtigkeit im gesamten Wohnbereich. Am besten also die Badtür zuhalten und sofort bei geschlossenem Raum über das Fenster nach draußen ablüften.


Mythos 5: Stoßlüften verschwendet teure Heizwärme

Nein, beim Stoßlüften (5–10 Min.) wird nur die Luft ausgetauscht, die Wände bleiben warm. Frische, trockene Luft erwärmt sich danach sogar schneller als feuchte Luft. Kipplüften tauscht hingegen kaum Luft aus, kühlt aber die Wände um die Fenster herum massiv aus.


Mythos 6: Den Wäscheständer extra in ein kaltes Zimmer stellen

Kalte Luft kann kaum Feuchtigkeit aufnehmen. Die Nässe aus der Wäsche wandert sofort in die kühlen Wände. Wäsche sollte immer in einem gut geheizten und gelüfteten Raum getrocknet werden.


Mythos 7: Nass-feuchte Handtücher oder Socken direkt auf den Heizkörper legen, damit sie schnell trocken

Die Wäsche isoliert den Heizkörper und die Wärme kommt nicht in den Raum. Dann schießt die Luftfeuchtigkeit schlagartig in die Höhe.


Mythos 8: Wenn die Scheiben innen beschlagen, ist das Fenster nicht dicht

Es ist meist ein Zeichen für zu hohe Luftfeuchtigkeit im Raum. Zeit für Stoßlüften.


Mythos 9: Türen zwischen unterschiedlich warmen Räumen offen lassen

Nein, wärme zieht zwar rüber, aber vor allem zieht die Luftfeuchtigkeit mit. Sie schlägt sich an den kalten Wänden des Schlafzimmers nieder und das ist die perfekte Einladung für Schimmel.


Mythos 10: Das Schneeflocken-Symbol ❄️ kühlt den Raum im Sommer

Nein, das Sternchen steht für den Frostschutz. Es schützt lediglich das Wasser in den Rohren vor dem Einfrieren und schaltet sich ab ca. 5 °C ein.